| Vorschlag
Im Werksatz: Freier Raum über einem Kapitelanfang.
Sollte mit der Rückseite Register halten, d.h.
eine volle Zahl von Textzeilen umfassen. Nach dem Vorschlag
läßt man den Text am besten mit einer Initiale
beginnen. |
Vorauskorrektur
Das Überprüfen eines in Manuskriptform abgelieferten
Textes vor Beginn des Setzens im Verlag oder in der
Druckerei, vor allem im Hinblick auf Vollständigkeit,
Orthographie und einheitlicher Anwendung von Satzzeichen,
Symbolen, Fußnoten etc. |
| Vertikalhöhe
Von Luidl (1988, 1989) verwendete Bezeichnung für
die optische Schriftgröße, gemessen von der
Unterkante der Unterlänge bis zur Oberkante der
Oberlänge. hp-Höhe = größte vertikale
Ausdehnung; vertikaler Raumbedarf. |
Versal,
Versalien
Fachterminus des grafischen Gewerbes für die auf
die Majuskelschriften, vor allem die römische Capitalis,
zurückgehenden Großbuchstaben. |
| Versalziffern
Ziffern in Versalhöhe, d.h. ohne Ober- und Unterlängen;
als Charakterziffern mit individueller Dickte, als Tabellenziffern
in der Breite eines Halbgevierts; Normalziffern. |
Vektor
Unter Vektor versteht man eine Größe, die
durch Angabe von Maßzahl und Richtung beschrieben
wird. Z.B.: eine Windböe (=Größe), Windstärke
(=Maßzahl) und Windrichtung (=Richtung). |
| Verbundnetz
"Verbundnetz" ist eine Bezeichnung für
die Zusammenschaltung mehrerer Netze über Bridges,
Router, Gateways, usw. |
Virenscanner
Ein "Virenscanner" ist ein Programm, mit dessen
Hilfe man Computerviren aufspüren kann, die sich
in den Dateien eines Datenträgers eingenistet haben.
|
| Virus
Ein "Virus" ist im Bereich EDV ein Programm,
das dazu programmiert wurde um Daten zu zerstören.
Es ist ein kleiner Bytecode der sich selbst an fremde
Dateien anhängt, und so verbreitet. Viren können
einfach nur Scherze sein, also zum Beispiel Geburtstagsgrüße,
oder sie fangen an die Festplatte zu löschen. |
Visits
Im Unterschied zu den Page Views, die die Zahl der abgerufenen
Internet-Seiten angeben, versteht man unter Visits die
Zahl einzelner Besucher, die ein Internet-Angebot genutzt
haben. |
| VFAT
Das "VFAT" (Abkürzung für "virtual
file allocation table") ist das direkt vom FAT
abgeleitete Dateisystem von Windows 95, das durch Nutzung
mehrerer FAT-Verzeichniseinträge lange Namen für
Dateien und Verzeichnisse unterstützt. |
Vnet
Internes Firmennetz von IBM. |
| VM
Betriebssystem für Großrechner IBM (VMX für
Digital Equipment). |
Viertelgeviert
Im Bleisatz Ausschlußstück (Leerraum) in
der Breite des vierten Teils des Schriftkegels, bei
einer 12-Punkt-Schrift also 3 Punkt. |
| Vignetten
(Vignette = franz. „Rebranke“)
Bildhaftes oder abstraktes typografisches Ziermaterial;
meist in DTP-Fonts namens Ornaments enthalten; vgl.
Zierat. |
Vakatseite
Unbedruckte Seite eines Werks, die aber bei der Seitenpaginierung
mitgezählt wird. |
| Ventura
Publisher
DTP-Programm, ursprünglich von Rank-Xerox entwickelt,
dann von Corel übernommen, demnächst in der
Version 10.0 auf dem Markt; Umbruchprogramm |
Versalschrift
Schrift oder Schriftschnitt, deren Zeichensatz nur aus
Versalien, Ziffern und Interpunktionszeichen besteht;
vorwiegend für Titel- und Akzidenzsatz. |
| Vierliniensystem
Groß- und Kleinbuchstaben der lateinischen Schrift
bilden vier imaginäre Linien, an die die Buchstaben
grenzen (Mittel-, Ober- und Unterlänge). Dadurch
entstehen charakteristische Wortbilder. |
Villardscher
Teilungskanon, Villardsche Figur
Geometrische Figur, bei der eine Linie fortschreitend
in immer kleinere Teile geteilt wird (nicht zu verwechseln
mit dem Goldenen Schnitt). Diese Figur; benannt nach
dem um 1230–35 nachweisbaren französischen
Baumeister Villard de Honnecourt aus der Picardie, wird
(im Verhältnis 2:1) zur Konstruktion des Satzspiegels
von Buch-Doppelseiten benutzt und ergibt dann eine Neunerteilung
(siehe unten). Durch diese Konstruktion erhält
man einen Satzspiegel, der immer die gleichen Proportionen
wie die Buchseite hat. |
| Veronica
Werkzeug im Gopherspace zur Dateisuche über Stichworte.
|
Vernetzung
Das Einbinden eines Computersystems in ein Netzwerk
wird als "Vernetzung" bezeichnet. |
| video
conference
Besprechung mehrerer Personen an unterschiedlichen Orten,
die per Videokameras und Datenleitungen beispielsweise
über das Internet übertragen wird, wobei sich
alle Teilnehmer über Monitor sowie Sprachein- und
ausgabegeräte sehen und hören können.
|
VML
Abkürzung für "Vector Markup Language".
VML ist als Erweiterung von XML zu verstehen und definiert
ein Format zur Kodierung von Vektor-Informationen im
Internet. Zudem wird beschrieben, wie diese Informationen
darzustellen und zu editieren sind. |
| VRML
Abkürzung für "Virtual Reality Modeling
Language" und die Internet-Bezeichnung für
einen neuen Standart für 3D im WWW, dem sich inzwischen
schon über 50 Unternehmen angeschlossen haben.
Die Spezifikation namens "Moving Worlds" erlaubt
es dem Internetanwender, dreidimensionale Datenwelten
zu empfangen und anzuschauen. VRML Seiten lassen sich
mit einem Web-Browser nur dann anschauen, wenn ein entsprechendes
Plug-in installiert ist. |
Versalsatz
Textteile, die nur in Großbuchstaben (Versalien)
gesetzt werden (z.B. bei Titelsatz). Bei diesen wurde
im Bleisatz die Technik des Ausgleichens vorausgesetzt;
im DTP ohne manuelle Nachbereitung automatisch meist
mit zu enger Laufweite. |
| Versalhöhe
(engl. Body height)
Höhe des Buchstaben H von der Grundlinie (Schriftlinie)
bis zur oberen Strichbegrenzung. Bei vielen Schriften,
vor allem den historischen Varianten der Renaissance-Antiqua
und den davon abgeleiteten Serifenlosen, ist die V.
etwas kleiner als die Oberlänge, ein Beweis für
die doppelte stilistische Herkunft von Versalien und
Gemeinen; vgl. Vertikalhöhe; Schrifthöhen. |
vertikaler
Raumbedarf
Mindestraum, den eine Schrift im Text normalerweise
benötigt; besteht aus der Vertikalhöhe (oder
hp-Höhe) plus an der Unterlänge hinzu-gefügtem
Raum, in etwa den Schriftgraden des Bleisatzes entsprechend;
daher auch fiktiver Kegel genannt (vgl. Sommer 1998). |